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OWUS-Hessen
fordert Sanierung statt Neubau des Verkehrsflughafens
Kassel-Calden
Der
offenene Wirtschaftsverband von kleinen und mittelständischen
Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen
e.V. (OWUS), Landesverband Hessen, lehnt den geplanten
und nunmehr durch den Regierungspräsidenten
genehmigte Neubau des Verkehrsflughafens Kassel-Calden
ab. OWUS-Pressesprecher Bernhard Stephan erklärt
insbesondere unter Bezugnahme auf die Stellungnahme
der Industrie- und Handelskammer Kassel, dass
die Interessen und Sorgen kleiner Einzelhandelsbetriebe
in der Betrachtungsweise völlig vernachlässigt
würden. So zeige eine Studie der Universität
Köln aus dem Jahr 2004, dass mit dem Auf-
und Ausbau eines Billigflughafens ein erheblicher
Kaufkraftverlust verbunden sei. "Dies trifft
zu allererst die kleinen, regional verankerten
Betriebe", so Bernhard Stephan.

Für
OWUS-Hessen nur ein Beispiel negativer wirtschaftlicher
Folgen dieses Projektes. "Niemand bestreitet,
dass ein solches Projekt natürlich auch neue
Arbeitsplätze schaffen wird" fährt
Stephan fort "aber wie kann man so etwas
verantwortlich planen, ohne auch die negativen
Auswirkungen gründlich untersucht und bedacht
zu haben".
OWUS-Hessen
erinnert daran, dass der im Auftrag des Flughafen
GmbH tätige Gutachter Prof. Klopphaus nach
eigenen Eingeständins nur die positiven Effekte
des Projektes untersucht hat.
Viel
wichtiger als die Konzentration öffentlicher
Mittel auf solche Projekte ist für OWUS-Hessen
die Investition in Schule und Bildung. "Solange
in Hessen, solange in Kassel Schulen und Kindergärten
räumlich und personell unzureichend ausgestattet
sind, können wir uns solche Extravaganzen
in einer Region, die hervorragend mit Flughäfen
versorgt ist, nicht leisten" schliesst Bernhard
Stephan.
OWUS-Hessen
fordert die Landesregierung und die kommunalen
Anteilseigner auf, den bestehenden Flughafen zu
sanieren. Für die notwendige Bereitstellung
der Verkehrsinfrastruktur der Region ist dies
völlig ausreichend. Die dabei eingesparten
Gelder von mindestens 150 Mio EUR sollten nach
Meinung von OWUS-Hessen in einen Sonderetat zur
Förderung der Schul- und Bildungslandschaft
in Hessen eingebracht werden. Die Investition
in Bildung und Ausbildung ist für OWUS-Hessen
immer noch die effektivste Wirtschaftsförderung.
OWUS-Hessen,
Bernhard Stephan - Pressesprecher
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