Presseerklärungen
  Presseerklärung OWUS Hessen - 24. Juli 2007  
 
OWUS-Hessen fordert Sanierung statt Neubau des Verkehrsflughafens Kassel-Calden
Der offenene Wirtschaftsverband von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen e.V. (OWUS), Landesverband Hessen, lehnt den geplanten und nunmehr durch den Regierungspräsidenten genehmigte Neubau des Verkehrsflughafens Kassel-Calden ab. OWUS-Pressesprecher Bernhard Stephan erklärt insbesondere unter Bezugnahme auf die Stellungnahme der Industrie- und Handelskammer Kassel, dass die Interessen und Sorgen kleiner Einzelhandelsbetriebe in der Betrachtungsweise völlig vernachlässigt würden. So zeige eine Studie der Universität Köln aus dem Jahr 2004, dass mit dem Auf- und Ausbau eines Billigflughafens ein erheblicher Kaufkraftverlust verbunden sei. "Dies trifft zu allererst die kleinen, regional verankerten Betriebe", so Bernhard Stephan.
Für OWUS-Hessen nur ein Beispiel negativer wirtschaftlicher Folgen dieses Projektes. "Niemand bestreitet, dass ein solches Projekt natürlich auch neue Arbeitsplätze schaffen wird" fährt Stephan fort "aber wie kann man so etwas verantwortlich planen, ohne auch die negativen Auswirkungen gründlich untersucht und bedacht zu haben".
OWUS-Hessen erinnert daran, dass der im Auftrag des Flughafen GmbH tätige Gutachter Prof. Klopphaus nach eigenen Eingeständins nur die positiven Effekte des Projektes untersucht hat.
Viel wichtiger als die Konzentration öffentlicher Mittel auf solche Projekte ist für OWUS-Hessen die Investition in Schule und Bildung. "Solange in Hessen, solange in Kassel Schulen und Kindergärten räumlich und personell unzureichend ausgestattet sind, können wir uns solche Extravaganzen in einer Region, die hervorragend mit Flughäfen versorgt ist, nicht leisten" schliesst Bernhard Stephan.
OWUS-Hessen fordert die Landesregierung und die kommunalen Anteilseigner auf, den bestehenden Flughafen zu sanieren. Für die notwendige Bereitstellung der Verkehrsinfrastruktur der Region ist dies völlig ausreichend. Die dabei eingesparten Gelder von mindestens 150 Mio EUR sollten nach Meinung von OWUS-Hessen in einen Sonderetat zur Förderung der Schul- und Bildungslandschaft in Hessen eingebracht werden. Die Investition in Bildung und Ausbildung ist für OWUS-Hessen immer noch die effektivste Wirtschaftsförderung.
OWUS-Hessen, Bernhard Stephan - Pressesprecher